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Donnerstag, 01. Oktober 2020
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Wandfarbe kaufen: So deutlich unterscheiden sich die Produkte

Bei der Auswahl der Wandfarben sollten Sie Qualitätsmerkmale und Preise gut vergleichen.
Bei der Auswahl der Wandfarben sollten Sie Qualitätsmerkmale und Preise gut vergleichen.

Eigentlich sollte ja nur das Schlafzimmer neu gestrichen werden. Eine kurze Fahrt zum Baumarkt, ein Kübel Farbe – ab an die Wand damit. Und das war es? Wir sagen nein! Auch bei einem simplen Wandanstrich gibt es einige Dinge zu beachten. Wandfarbe kaufen: Die Farben unterscheiden sich stark in Qualität, Preis und ihren Eigenschaften. Dabei muss der teuerste Wandanstrich nicht immer der beste sein.

Als eine der wichtigsten Eigenschaften gilt hier die Deckkraft. Logisch: Deckt die Farbe nicht gut ab, sind unter Umständen mehrere Anstriche notwendig, weshalb sich der eigentlich günstige Preis wieder in Luft auflöst. Die Deckkraft von Wandfarben sollte also ein deutlich wichtigeres Kriterium beim Kauf sein, als nur das Preisschild.

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Wandfarbe kaufen: Auf Deckkraft achten

Die Deckkraftklassen gibt es in den Stufen eins bis vier mit einer Deckkraft zwischen 95 und 99,5 Prozent. “Ist ja eh alles fast 100 Prozent?”, würde man meinen – so einfach ist es aber nicht: Vergleicht man die Deckkraft in der Praxis, ergeben sich hier massive Unterschiede.

Achten Sie beim Kauf einer Wandfarbe deshalb auf eine Deckkraft, die mindestens in der Klasse eins oder zwei liegt. Die zweite wichtige Eigenschaft ist der Nassabrieb. Dieser bestimmt die Haftfähigkeit der Farbe – und ist damit mindestens genauso wichtig wie die Deckkraft. Auch hier gibt es wieder eine Skala von eins bis vier und die bevorzugten Produkte sollten die Klasse eins oder zwei besitzen.

Achtung: Die Preise variieren hier sehr stark: Kaufen Sie nicht blind ein Produkt in der Klasse eins bei beiden Kriterien, sondern vergleichen sie akribisch und ehrlich. Suchen sie nach dem besten Preis-Leistungsverhältnis!

Die Wandfarbe blättert ab – was tun?

Abblätternde Farbe sollten Sie nicht einfach so überstreichen. Gehen Sie der Ursache auf den Grund.
Abblätternde Farbe sollten Sie nicht einfach so überstreichen. Gehen Sie der Ursache auf den Grund.

Ein Abblättern passiert sowohl bei alten Anstrichen, als auch bei neu aufgetragenen. Ein simples Überstreichen macht hier keinen Sinn mehr. Zunächst steht hier die Ursachenfindung auf dem Plan. Ist die Farbe schon älter, hat die Wand im Laufe der Jahre oft Feuchtigkeit aufgenommen, die jetzt bis zur Farbe durchdringt.

Eine zweite denkbare Möglichkeit ist, dass einfach zu viele Farbschichten übereinander aufgetragen wurden und nicht mehr genug Haftung am Untergrund vorhanden ist. Tipp: Vermuten sie eine feuchte Wand, dann vergewissern Sie sich mit einem simplen Test durch ein Feuchtigkeitsmessgerät über den wirklichen Zustand der Wand. Diese gibt es mittlerweile auch für die kleine Geldbörse.

Handelt es sich tatsächlich um einen Feuchtigkeitsschaden, muss die alte Beschichtung unbedingt weg und der Schaden behoben werden. Tragen Sie die alte Farbe entweder mit einer Spachtel oder einer Drahtbürste ab. Handelt es sich um stark haftende Farben, sollte eine Fräse oder ein Heißluftföhn zum Einsatz kommen.

Wandfarbe kaufen: Die Menge berechnen

Das ist wohl jedem in den Anfangszeiten einmal passiert: Der motivierte Plan, eine Wand neu zu streichen ist gesetzt, der Weg zum Baumarkt gemacht. Dann steht man vor dem Regal und denkt: Wie viel Farbe brauche ich jetzt eigentlich? Die Ermittlung der benötigen Menge ist aber gar nicht so schwer.

Notieren Sie sich die Quadratmeterzahl für die zu bestreichende Fläche sowie Türen und Fenster sowie deren Maße. Soll auch die Zimmerdecke gestrichen werden, dann multiplizieren Sie einfach die Länge mit der Breite des Raums. Rechnen Sie Fenster und Türen aus dem Gesamtbedarf heraus.

Wandfarbe enthält in ihren Angaben immer auch einen Hinweis auf den Verbrauch pro Quadratmeter. Danach ist es nur noch eine einfache Rechnung mit einem Abgleichen der zu streichenden Fläche. Vergessen Sie aber nicht, dass auch Fensterleibungen mitgestrichen werden müssen. Ist der Grund außerdem rau oder die Deckkraft nicht besonders stark, wird mehr als ein Anstrich notwendig sein. Alle diese Faktoren sollten bei der Kaufentscheidung mitbeachtet werden.

Wie soll es aussehen? Farbton bestimmen

Ist das jetzt eher Kobalt-Blau oder Marine-Blau? Kirschrot oder Zinnober-Rot? Soll die Farbe exakt nachgestrichen werden, dann nutzen Sie eine Farbpalette als Hilfe. Der RAL-Farbfächer ist hier der Freund und Helfer. Mit Hilfe dieses Normierungssystems ist es auch möglich, sich Farben exakt nachmischen zu lassen. Einen Farbfächer bekommen Sie in der Regel kostenlos im Baumarkt.

Mittlerweile lassen sich Farbtöne auch per App am Smartphone feststellen: Wenn sie im Google Play Store oder im iTunes Store nach einem Farbfächer suchen, werden Sie sicher fündig.

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