Sonntag, 29. November 2020
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Überdachung der Terrasse: Alles Wissenswerte im Überblick

Die Terrassenüberdachung erfüllt nicht nur einen funktionellen Zweck. Sie kann auch optisch einiges hermachen.
Die Terrassenüberdachung erfüllt nicht nur einen funktionellen Zweck. Sie kann auch optisch einiges hermachen.

Die Überdachung der Terrasse bietet in erster Linie Schutz vor Regen, Wind und Sonne. Doch nicht nur die Funktion spielt hier eine große Rolle: Schließlich soll die Überdachung auch entsprechende optische Reize setzen und mit den restlichen Elementen in der Umgebung harmonieren.

Am häufigsten werden die Trägerkonstruktionen für Terrassenüberdachungen aus Holz gefertigt. Je nach Material und Größe kann der Preis und Bauaufwand hier stark variieren.

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Überdachung der Terrasse:  Aufbau und Material

Zunächst ist zu sagen, dass die Überdachung seitlich mindestens 50 Zentimeter überstehen sollte, um den funktionellen Schutz auch wirklich zu gewährleisten. Überlegen Sie vor dem Bau auch, wie viele Personen unter der Überdachung insgesamt Platz haben sollen.

Die Überdachung kann entweder am Haus angelehnt oder freistehend sein. Ist in Ihrem Fall ein anlehnender Bau geplant, kann dieser etwas kleiner ausfallen. Ist der Bau freistehend, muss sie entsprechend größer sein. Eine komplett freistehende Terrassenüberdachung sollte demnach mindestens einen Meter in Länge und Breite größer sein als die Terrasse selbst. Ansonsten kann es passieren, dass der Regen auch auf die Fläche läuft.

Die gängigen Eindeckungsmaterialien sind:

    • Stegplatten aus Polycarbonat 
    • Verbundsicherheitsglas
    • Wellplatten aus PVC
    • Dachpappe

Achtung: Auch wenn Sie es für absurd halten mögen, ist in den meisten Fällen für die Terrassenüberdachung eine Baugenehmigung erforderlich, da der Arbeitsvorgang rechtlich als Um- oder Ausbaumaßnahme am Haus gilt. Lassen Sie sich jedenfalls vom zuständigen Bauamt beraten, bevor Sie tatsächlich Hand anlegen.

Unterkonstruktion aus Holz

Auch bei der Überdachung von Terrassen wird gerne auf den Baustoff Holz zurückgegriffen.
Auch bei der Überdachung von Terrassen wird gerne auf den Baustoff Holz zurückgegriffen.

Die Preise für Unterkonstruktionen aus Holz können stark schwanken. Insgesamt sollten Sie sich an heimischen Hölzern orientieren. Tropische Hölzer bezahlen Sie sowohl mit langen Transportwegen, als auch mit fragwürdigen Abholzungsmethoden. Das qualitativ hochwertigste Holz ist natürlich Vollholz. Es kostet mehr als günstigeres Brettschichtholz, ist aber auch massiver und langlebiger. Tipps zum ökologischen Holzkauf finden Sie hier.

Für die Unterkonstruktion eignen sich etwa Douglasie oder Nadel- und Leimholz. Douglasie ist ein besonders gängiges Bauholz. Es ist weich, trotzdem wetterresistent und kann besonders gut mit hoher Luftfeuchtigkeit umgehen.

Bei Holz gilt wie immer: Nichts geht über die Pflege! Regelmäßig neuer Lack und Holzschutz für Pfosten, Latten und Balken gehören hier einfach dazu.

Überdachung aus Glas

Falls eine Überdachung aus Glas gewählt wird, muss es sich beim Glas, genauso wie bei Innentüren im Haus, um Verbundsicherheitsglas (VSG) handlen. Es ist besonders stoßfest und trotzt Kälte und Hitze. Verbundsicherheitsglas besteht aus zwei oder mehr Flachglasscheiben und ist zusätzlich durch eine reißfeste und zähelastische Folie verbunden.

Es ist das gleiche Prinzip wie bei der Windschutzscheibe im Auto: Das Glas zerbricht zwar in viele kleine Stücke, hält wegen der Folie aber zusammen. Weil diese Gläser nicht wie herkömmliches Glas in scharfkantige Scherben zerfallen, wird die Verletzungsgefahr im Bruchfall erheblich minimiert. Eine Überdachung aus Glas verhilft zu einer hohen Lichtdurchflutung und lässt den Raum so größer und freundlicher erscheinen.

Unterkonstruktionen aus Metall sind meist nicht sonderlich beliebt – zu Unrecht. Auch Metallkonstruktionen können optisch problemlos mit dem Verbau kombiniert werden und stehen funktionell denen aus Holz um nichts nach. Im Gegenteil: Metall ist pflegeleicht und trotzt im Regelfall unerschrocken jeglicher Witterung.

Überdachung der Terrasse: Selbst gemacht?

Eine Terrassenüberdachung sollte nur mit fortgeschrittenen handwerklichen Kenntnissen selbst angepackt werden. Ansonsten sollte der Aufbau einem Fachmann überlassen werden, um Fehlkonstruktionen zu vermeiden. Das gilt besonders für Konstruktionen aus Metall mit einer Decke aus Glas. Hier ist die Gefahr für Unfälle bei Fehlkonstruktionen am größten.

Überdachung der Terrasse: Reinigung

Bleibt nur noch die Frage, wie man die Terrassenüberdachung am besten sauber kriegt und sauber hält. Denn die Überdachung zieht – wie wohl zu erwarten – Laub und Schmutz förmlich an, da ihre Hauptfunktion der Witterungsschutz ist. Das Licht und die Feuchtigkeit begünstigen außerdem die Moosbildung.

Wollen Sie Moos und anderes Gewächs von der Überdachung entfernen, sollten Sie jedenfalls nur alkalische Reiniger verwenden und keine chemischen, um einen Schaden am oft empfindlichen Material zu vermeiden. Lassen sie den Reiniger einwirken und entfernen Sie anschließend mit warmen Wasser und einem weichen Schwamm das Moos. Es sollte auf jeden Fall vollständig entfernt werden, um eine Vermehrung zu verhindern.

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