Freitag, 15. Januar 2021
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Steingarten anlegen: So holen Sie das Alpenfeeling zu sich nachhause

In ihrem natürlichem Umfeld tanken die Alpinpflanzen viel Sonne. Wählen Sie daher eine Südhang für Ihren Steingarten.
In ihrem natürlichem Umfeld tanken die Alpinpflanzen viel Sonne. Wählen Sie daher eine Südhang für Ihren Steingarten.

Für das Alpenfeeling müssen Sie nicht unbedingt auf hohe Berge wandern. Der hauseigene Steingarten bringt Ihnen dieses Gefühl auch direkt in den Garten. Wir sagen: Der Aufwand ist mit einer guten Planung überschaubar und zahlt sich aus. Steingarten anlegen? Kein Problem.

Wichtig ist ein sorgsam gebautes Fundament, die richtige Lage und eine korrekte Auswahl an Steinen und Pflanzen, damit sich diese in ihrer neuen Umgebung auch richtig wohl fühlen.

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Steingarten anlegen: Südhang für den Steingarten

Die allerwichtigste Entscheidung für den Steingarten ist natürlich seine Lage. Weil die meisten für den Steingarten geeigneten Pflanzen aus Gebirgsregionen stammen, in denen sie tagsüber enorm viel Sonne tanken, sollte der Steingarten in einer Hanglage positioniert sein und am besten als Südhang ausgerichtet sein. Ist der Hang in Ihrem Garten nicht durch natürliche Gegenbenheiten bereits vorhanden, lässt sich dieser künstlich mit einer Aufschüttung erzeugen.

Die Hanglage verhilft außerdem Regenwasser dazu, ablaufen zu können und sich nicht unter den Steinen anzusammeln. Das freut auch die Gebirgspflanzen: Denn dauerhafte Nässe mögen diese so gar nicht.

Steingarten anlegen: Das Fundament

Ist der Platz richtig ausgewählt, legt man das Fundament für den Steingarten aus einem Kiesbett. Dazu wird der Boden etwa 30 Zentimeter tief ausgehoben und jegliches Unkraut mit seinen Wurzeln sorgfältig entfernt. Die Gebirspflanzen sollten sich beim Anwurzeln frei entfalten können. Handelt sich um besonders nährstoffreichen Boden mit viel Lehm oder Ton, müssen Sie unter dem Kiesbett noch eine Schicht Sand verlegen.

Die Oberfläche füllen Sie mit steiniger Erde oder geeignetem Bauschutt auf, woraus Hügel und Täler geformt und so eine Gebirgslandschaft imitiert wird. Danach folgt die letzte Schicht aus steiniger Pflanzenerde sowie Ihrer Auswahl an Steinen und Pflanzen. Je größer die Steine sind, desto tiefer sollten sie eingearbeitet werden, um einen festen Halt zu gewährleisten.

Diese Steine und Pflanzen sind geeignet

Da auch das Kiesbett optisch zu den großen Steinen passen sollte, eignen sich hierfür Gesteine wie Basalt, Schiefer, Naturgranit, Sandstein oder Alpendolomit. Die meisten dieser Gesteinsarten können Sie auch als große Steine finden. Weitere passende Steine sind Quarzit und Gneis.

Tipp: Nutzen Sie trotz Allem vorzugsweise Steine aus Ihrer Region oder dem nächstgelegenen Gebirge. Sie liegen dann klimatisch zumindest in einer nicht allzu weit entfernten Zone und haben dazu noch kurze Transportwege zurückzulegen. Eventuell können Sie die Steine auch persönlich vor Ort abholen.

Typisch verwendete Gebirgspflanzen sind Enzian, Steinkraut, Kriechwacholder, Polsternelken, Blaukissen, Schlüsselblumen, Grasnelken und Glockenblumen. Soll der Steingarten nicht nur im Sommer blühen, sondern auch im Winter einladend sein, eignen sich Nadelbäume als hölzernes Gewächs.

Steingarten nicht nur anlegen, sondern auch pflegen

Weil der Boden für den Steingarten stark wasserdurchlässig sein muss, um die benötigte Trockenheit und Nahrstoffärme für die Gebirgspflanzen zu gewährleisten, kann der Boden schnell zu sehr austrocknen. Bei sehr langen und intensiven Trockenphasen sollten deshalb auch Gebirgspflanzen entsprechend gewässert werden. Praktisch: Die meisten Gebirgspflanzen sind so stabil, dass sie auch den Winter überdauern und nur mit Schnee bedeckt wohlig im Frühling zurückkehren.

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