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Sonntag, 27. September 2020
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Ruck-Zuck-Beton: So funktioniert der schnelle Fertigbeton

Beim Ruck-Zuck-Beton beginnt die Erhärtung bereits nach fünf Minuten.
Beim Ruck-Zuck-Beton beginnt die Erhärtung bereits nach fünf Minuten.

Ob für Zaunpfosten oder andere Fundamente: Wenn es schnell gehen muss, beschleunigt Ruck-Zuck-Beton viele Gartenbauprojekte und auch alle anderen Vorhaben, bei denen Beton als Arbeitsmaterial zum Einsatz kommt.

Denn normaler Beton braucht üblicherweise bis zu acht Stunden, um auszuhärten. Bei manchen Projekten muss es allerdings etwas flotter gehen.

Ruck-Zuck-Beton: So flott ist der Schnellbeton

Für Bauvorhaben, bei denen es schnell gehen muss, eignet sich der so genannte „Ruck-Zuck-Beton“. Er bietet sich für Einfassungen, Wäschespinnen, Zaunpfähle und kleinere Fundamente an. Den Inhalt mischt man entweder in einem Mörtelfass an oder schüttet ihn direkt an Ort und Stelle in das vorgesehene Loch, um ihn dort mit Wasser zu begießen.

Im Mörtelfaß wird der Ruck-Zuck-Beton mit drei Liter Wasser pro Sack vermengt und anschließend mit einem Mörtelmixer gut durchgemischt. Anschließend muss der feuchte Beton sofort verarbeitet werden! Die Erhärtung beginnt bereits nach fünf Minuten.

Alternativ kann er auch in mehreren Lagen direkt in ein Loch gekippt und dort mit Wasser begossen werden. Hier arbeitet man mit Schichten von 10 bis 15 Zentimetern. Sobald das Wasser komplett aufgesogen wurde, folgt die nächste Lage.

Ein Beispiel für Schnellbeton ist der „NixMix Beton“ von Baumit, der in folgendem Video vorgestellt wird:

Ruck-Zuck-Beton: Trocknung in Windeseile

Sie können den Beton ganz einfach mit einer Kelle verdichten und die obere Fläche glatt abziehen. Nach etwa einer Stunde kann das Fundament voll belastet werden. Insgesamt werden Betonierungsarbeiten durch die schnelle Trockenzeit erheblich vereinfacht. Denn beim Einbetonieren von Pfählen dauern die Vorbereitung, das Anmischen und die spätere Säuberung der Werkzeuge häufig länger als das eigentliche Setzen.

Was sind nun die Unterschiede zu Frischbeton oder Transportbeton? Im Wesentlichen lassen sich hier Qualitäts- und Preisunterschiede benennen. Klar ist zunächst: Transportbeton kommt in perfekter Qualität, jedoch lässt man sich für ein paar einfache Zaunpfähle logischerweise nicht extra eine ganze LKW-Ladung an Beton kommen. Dies wird nur bei größeren Vorhaben wie einer Terrasse oder einem ganzen Balkon notwendig sein.

Wie schneidet nun frischer, selbst auf der Baustelle hergestellter Beton gegen den fertigen Schnellbeton ab? Hier ist die Wasserzugabe im Grunde noch problematischer, als beim Fertigbeton. Der schlichte Grund dafür ist, dass man das Wasser hier nach „Augenmaß“ hinzugibt und es demnach nie wirklich exakt ist.

Qualitätsunterschied: Vergleich zu Frischbeton

Darüber hinaus kann die Qualität auch unterschiedlich sein, wenn man den Beton nach und nach in der Mischmaschine herstellt. Außerdem fehlen hier bestimmte Zuschlagstoffe, wie sie im Vergleich beim Fertigbeton oder auch im Transportbeton enthalten sind. Sie verbessern maßgeblich die Eigenschaften und die Verarbeitbarkeit des Betons.

Bei Fertigbeton (oder Ruck-Zuck-Beton als Fertibeton) ist die Wasserzugabe auch nicht exakt, jedoch nicht ganz so problematisch wie bei Frischbeton. Zwar ist eine Prüfung des Betons auf seine Eigenschaften oder sein Mischungsverhältnis nur eingeschränkt möglich , jedoch ist mit einem geschulten Auge bereits beim Verarbeiten leicht erkennbar, ob dem Beton zu viel oder zu wenig Wasser hinzugefügt wurde.

Preislich zahlt sich das Selbstmischen von Beton nur bei kleinen Mengen aus, denn rasch punktet der Fertigbeton mit seinen Vorteilen: Die exakte Rezeptur, die Zusatzstoffe und die garantierte Festigkeit durch die Zugabe der korrekten Wassermenge.

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