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Mittwoch, 23. September 2020
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Plug & Play Solaranlage: Das müssen Sie darüber wissen

Eine Plug & Play Solaranlage wird einfach an einer Steckdose angesteckt und fungiert so als kleiner und praktischer Stromversorger.
Eine Plug & Play Solaranlage wird einfach an einer Steckdose angesteckt und fungiert so als kleiner und praktischer Stromversorger.

Was bis vor einigen Jahren noch unmöglich schien, ist jetzt Realität geworden: Eine Solaranlage, die man einfach an der Steckdose anstecken kann. Die kleinen und praktischen Stromversorger, die als Plug & Play” Solaranlagen bezeichnet werden, werden einfach am Balkongeländer befestigt oder im Garten aufgestellt.

Das Kabel verbindet man einfach mit dem Speicher, der wiederum an einer Steckdose angesteckt wird.

Mehr zum Thema Solar & Photovolatik:

Photovoltaik am Dach: So zapfen Sie die Sonne an

Plug & Play Solaranlage: So funktioniert Sie

Der so selbst erzeugte Strom wird in die Steckdose zurückgespeist und steht anschließend dem Haus oder der Wohnung frei zur Verfügung. Besonders städtischen Wohnungsbesitzern hat es diese Mini-Solaranlage deshalb angetan. Von ländlichen Häusern ist man die mit Solarmodulen gezierten Dächer mittlerweile ja gewohnt. Doch jetzt können sich auch städtische Bewohner am Balkon die Sonnenenergie zu Nutze machen und so Strom sparen.

Das Prinzip der Plug & Play Solaranlage ist das gleiche wie das der großen Photovolatik-Anlage. Allerdings braucht es hier kein Dach zur Installation. Die Anbringung kann auf dem Carport oder der Fassade erfolgen. Ein Akkubohrer als Werkzeug reicht meist aus. Beispielmodell: Ein 195-Watt-Modul verfügt über eine Fläche von 1,3m² und bringt etwa 15kg Gewicht auf die Waage.

Die Leistungsfähigkeit einer solchen Anlage liegt etwa zwischen Solarmodulen für Smartphones und großen PV-Anlagen. Kauf man ein Balkonmodell, ist ein Wechselrichter dabei: Dieser wandelt den gewonnenen Gleichstrom in Wechselstrom um.

Plug & Play Solaranlage: Vermieter fragen

Achtung: Vor dem Kauf bzw. der Installation einer Plug & Play Solaranlage sollte man unbedingt den Vermieter kontaktieren und dessen Erlaubnis einholen. Mehrere Gründe könnten theoretisch gegen eine Installation sprechen: Etwa die durch eine mögliche Anbringung veränderte Optik der Fassade oder eine verringerte Dämmung.

Facharbeiter beauftragen

So einfach es klingt: Auch das Anschließen einer Plug & Play Solaranlage sollte man in der Regel von einer Fachkraft erledigen lassen. Zwar funktioniert die Anlage über eine Steckdose, allerdings reicht eine herkömmliche Haushaltssteckdose für viele Modelle nicht aus: Diese  benötigen eine dreipolige Energiesteckose. Es gibt aber auch (schwächere) Modelle, die an einer zweipoligen Steckdose angesteckt werden können. Fragen Sie beim Hersteller oder Händler genau nach!

Die Anbringung der Paneele selbst ist entscheidend: Die besten Ergebnisse erzielt man bei der Stromgewinnung, wenn die Module gen Süden ausgerichtet sind. Ein Winkel von 30 Grad hat sich als optimal erwiesen.

Auch rechtliche Vorgaben gibt es: Geregelt ist der Anschluss in den Normen DIN VDE V 0100-551 und DIN VDE V 010-551-1. Auch wenn man die Installation selbst vornimmt empfiehlt es sich hier, zuvor ein Beratungsgespräch mit einem Elektroinstallationsfachmann zu führen.

Plug & Play Solaranlage: Vor- und Nachteile im Überblick

Eine Plug & Play Solaranlage ist natürlich sehr praktisch: Doch die verminderte Größe bringt natürlich auch Nachteile mit sich. So kann man damit dem öffentlichem Stromnetz keine gespeicherte Energie zuführen. Die Anlage ist wirklich nur für die Einspeisung ins Haus- bzw. Wohnungsnetz gedacht.

Natürlich fragen sich viele, wie hoch die Ersparnis mit der Mini-Stromanalge wirklich ist. Kalkuliert man als Beispiel mit einen Strompreis von 30 Cent pro KW/h, so lassen sich mit einer Plug & Play Solaranlage durchschnittlich rund 55-60 Euro Stromkosten im Jahr sparen. Die Amortisationszeit hängt folglich von den Anschaffungskosten ab. Anlagen gibt es bereits ab 500 Euro. Hier würde es also etwa neun bis zehn Jahre dauern, damit sich die Anlage rechnet.

Ultimativ geht es aber hier auch um den ökologischen Gedanken, sich von herkömmlichen Energiequellen hin zu nachhaltigem Ökostrom zu bewegen. Kauft man die Anlage also aus einem Klimaschutzgedanken heraus, dann ist das gesparte Geld zweitrangig.

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