Donnerstag, 03. Dezember 2020
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Pflanzen für das Wohnzimmer: Welche sind wirklich geeignet?

Pflanzen im Wohnzimmer verbessern nicht nur die Raumluft, sondern filtern auch Schadstoffe aus der Luft.
Pflanzen im Wohnzimmer verbessern nicht nur die Raumluft, sondern filtern auch Schadstoffe aus der Luft.

Dass frische Luft in der Natur dem Menschen wohl bekommt, weiß natürlich jeder. Besonders in den kälteren Jahreszeiten, in denen wir den Großteil des Tages im Inneren des Eigenheims verbringen, wird die eigene Stimmung durch Licht und gute Luft verbessert. Es überrascht also nicht, dass wir bewusst etwas Grün in die eigenen vier Wände holen und uns deshalb Pflanzen ins Wohnzimmer stellen.

Denn Zimmerpflanzen, und das bestätigen Studien, verbessern nicht nur das Raumklima, sondern filtern auch Schadstoffe aus der Luft. In diesem praktischen Überblick zeigen wir Ihnen deshalb eine Reihe an Pflanzen, die sich aufgrund ihrer Beschaffenheit besonders für das Aufstellen im Wohnzimmer eignen.

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Warum überhaupt Pflanzen im Wohnzimmer?

Pflanzen sorgen nicht nur für Gemütlichkeit, sondern haben auch nachgewiesenermaßen einen positiven Effekt auf unser aller Gesundheit. Sie reinigen die Luft, erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Raum und sorgen so für ein besseres Raumklima.

Doch nicht alle Pflanzen eignen sich für das Wohnzimmer – und auch nicht für jeden Eigenheimbesitzer. Während manche Pflanzen besonders pflegeleicht sind, erfordern andere, dass man sich regelmäßig und sie umschaut.

Daneben sollten die Pflanzen natürlich auch optisch zum Wohnzimmer passen. Eine Altbauwohnung mit hohen Decken erfordert größere Pflanzen. Kommt eher wenig Licht in das Wohnzimmer, dann sollten Pflanzen ausgewählt werden, die mit der geringen Beleuchtung auskommen.

Wir präsentieren Ihnen in dieser Übersicht ein paar Pflanzen, die sich besonders für das Wohnzimmer eignen und mit Sicherheit auch in Ihren vier Wänden einen passenden Platz finden können:

Diese Pflanzen eignen sich

1. Geigenfeige: Der Trendsetter

Die Geigenfeige ist eine der trendigsten Wohnzimmerpflanzen. Und das zu Recht: Sie hat einen langen Stamm und riesige Blätter, macht also ordentlich Eindruck. Sie ist zwar groß, wächst aber nicht allzu schnell: Sorgen, dass sie bis an die Decke stößt, braucht man also nicht zu haben. Die Geigenfeige zählt jedenfalls zu den pflegeleichten Pflanzen: Wer einen lichtdurchfluteten Platz hat, sollte sie dort platzieren.

Sie braucht nur gegossen werden, wenn die oberste Schicht an Blumenerde angetrocknet ist. Sie freut sich über hohe Luftfeuchtigkeit: Ein regelmäßiges Besprühen tut ihr also gut, man sollte dafür jedoch kalkfreies Wasser verwenden.

Die Geigenfeige steht oft und gerne in großen Büros, Foyers, in Hotels und Wellness-Oasen.
Die Geigenfeige steht oft und gerne in großen Büros, Foyers, in Hotels und Wellness-Oasen.

2. Grünlinie: Das Raumklima-Wunder

Die Grünlilie gilt unter den Pflanzen für das Wohnzimmer als Wunder für das Raumklima. Laut einer Studie der US-Raumfahrtsbehörde NASA filtert sie bis zu 95 Schadstoffe wie Benzol, Formaldehyd und Kohlenmonoxid aus der Luft. Verantwortlich dafür sind die Enzyme in den Blättern – sie zerlegen die Schadstoffe und machen sie gefahrlos. Die Grünlinie ist pflegeleicht, reguliert die Luftfeuchtigkeit ist und ist, da sie keine Allergien verursacht, besonders für Allergiker geeignet.

Die Grünlilie gilt unter den Wohnzimmerpflanzen als Raumklima-Wunder.
Die Grünlilie gilt unter den Wohnzimmerpflanzen als Raumklima-Wunder.

3. Elefantenfuß: Der Überlebenskünstler

Am besten eignet sich für den Elefantenfuß eine durchlässige Kakteenerde.
Am besten eignet sich für den Elefantenfuß eine durchlässige Kakteenerde.

Der Name kommt beim Elefantenfuß nicht von ungefähr: Der Stamm ist am unteren Ende besonders dick (wie ein Elefantenfuß) und verjüngt sich, je weiter er nach oben geht. Diese Pflanze benötigt viel Wärme und Sonnenlicht. Zwar hält der Elefantenfuß für kurze Zeit auch kälteren Temperaturen stand, sogar bis zu 5 Grad Celsius hinunter, doch ständige Zugluft und zu viel Wasser mag er nicht.

Der Elefantenfuß gehört zu den Sukkulenten: Dabei handelt es sich um saftreiche Pflanzen, die an besondere Klima- und Bodenverhältnisse angepasst sind. Der Elefantenfuß ist giftig: Bei einem Haushalt mit Haustieren oder Kleinkindern sollte man auf diesen grünen Begleiter eher verzichten.

Bei der Erde eignet sich für den den Elefantenfuß am besten durchlässige Kakteenerde. Alternativ lässt sich auch mit grobem Sand vermischen. Humusreiche Lauberde verwenden.

4. Gummibaum: Der treue Begleiter

Der Gummibaum stammt ursprünglich aus Indonesien und dem Osten Indiens. Er wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Europa gebracht. Seinen Namen hat der Gummibaum wegen des latexhaltigen Sekrets, das sich beim Abtragen der Rinde absondert. Ähnlich wie beim Kautschukbaum kann man daraus das bekannte Naturkautschuk gewinnen.

Der Gummibaum hat den Ruf, ein Relikt aus den 70er-Jahren zu sein – zu Unrecht, wie wir finden. Er ist eine hervorragende Pflanze für das Wohnzimmer und lässt sich auch als Bonsai ziehen. Die immergrüne Pflanze erregt bei manchen Sorten auch Aufsehen mit verschiedenen Blattfärbungen. Der Gummibaum mag es gern warm und hell, deshalb ist das Schlafzimmer für ihn ungeeignet.

Ein helles, warmes Wohnzimmer oder ein Büro ist der ideale Platz für den Gummibaum: Er nimmt einem zu regelmäßiges Gießen nicht übel, braucht aber gleichzeitig nicht allzu viel Wasser und kommt mit Trockenheit deutlich besser aus als viele seiner grünen Kumpanen. In einer dunklen Ecke sollte er jedoch nicht stehen: Denn viel Licht braucht der Gummibaum auf jeden Fall.

Wenn es halbwegs warm und einigermaßen hell ist, fühlt sich der Gummibaum wohl.
Wenn es um die 18 Grad warm und halbwegs hell ist, fühlt sich der Gummibaum pudelwohl.

5. Tropischer Freund im Wohnzimmer: Die Kentiapalme

Die Kentiapalme braucht nicht mit kompliziertem Wuchs und Farbenfrohheit aufwarten – denn sie überzeugt mit dem, was sie hat: Das palmentypische Gefiedere, das aber gleichzeitig einen dichten Mantel bildet. Es macht die Kentiapalme passend für nahezu jeden Raum. Wenn sie gut gepflegt wird, kann sie sogar bis zu drei Meter groß werden: Zu klein sollten Ihre Räume, wenn Sie sich für diese Palme entscheiden, also nicht sein.

Die Kentiapalme ist besonders robust. Das einzige, was sie nicht mag, ist eine direkte und starke Sonneneinstrahlung. Was Wasser betrifft, ist diese Pflanze sehr genügsam: Einmal wöchentlich Wasser reicht ihr vollkommen. Ein zusätzlicher Pflegeschritt, der hier anfällt, ist das notwendige, regelmäßige Abputzen von Staub auf den Blättern. Dieser fällt hier vor allem auf den großen Blättern nicht von selbst ab und bildet mit der Zeit eine sehr unansehnliche Erscheinung.

Die Kentiapalme überzeugt mit ihrer schlichten Eleganz.
Die Kentiapalme überzeugt mit ihrer schlichten Eleganz.

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