Mittwoch, 20. Januar 2021
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Ölheizung und Zukunft: Das sollten Sie dazu wissen

Auch Ölheizungen lassen sich mit alternativen Energiequellen kombinieren.
Auch Ölheizungen lassen sich mit alternativen Energiequellen kombinieren.

Immer weniger Bauherren entscheiden sich für eine Ölheizung. Der verhältnismäßig große Platzbedarf, die ungewissen Preise für Heizöl und die Umweltbilanz scheinen viele abzuschrecken. Auch bei einer Sanierung steigen viele auf Erdgas um oder kombinieren ihre Ölheizung mit alternativen Energieformen wie Solarthermie. Hat die Ölheizung aber eine Zukunft? Das ist nicht immer klar zu beurteilen.

Auch das in Deutschland immer wieder diskutierte Verbot von Ölheizungen hat zum negativen Image dieser Heizungsform beigetragen. Fest steht allerdings: Auch die Ölheizung hat sich über die Jahre hin weiterentwickelt. Mit einem neuen Brennwertkessel können bis zu 30 Prozent Energiekosten gegenüber einem alten Niedertemperaturkessel eingespart werden.

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Ölheizung: Die Brennwerttechnik

Ein moderner Öl-Brennwertkessel nutzt aber nicht nur die Wärme, die bei der Verbrennung entsteht, sondern auch jene in den Abgasen. Diese Technik bezeichnet man als Brennwerteffekt. Sie macht es möglich, 98 Prozent der im Öl vorhandenen Energie zu nutzen.

Gerade bei einer Sanierung ist es daher ratsam, auch über den Austausch des alten Niedertemperaturkessels durch einen neuen und effizienten Öl-Brennwertkessel nachzudenken. Hersteller und Experten sprechen von einem Energiesparpotential von bis zu 30 Prozent. Wie viel sich tatsächlich einsparen lässt hängt von mehreren Faktoren ab. Vor allem vom zu ersetzenden Öl-Kessel, der zu beheizenden Fläche und der Betriebsart.

Kombination mit alternativen Energieformen

Eine weitere Möglichkeit, die Ölheizung für die Zukunft umwelt- und klimafreundlicher zu gestalten ist die Kombination mit Solarthermie. Mithilfe einer solchen Anlage kann die kostenlose Sonnenenergie sogar in Wärme umgewandelt werden und so die Ölheizung bei der Warmwasserbereitung und Heizung unterstützen.

Diese Unterstützung wirkt sich sogar positiv auf den Ölverbrauch und damit auf die Heizkosten aus. Eine intelligente Heizungsregelung sorgt für die optimale Zusammenarbeit von Ölheizung und Solarthermie.

Zukunft der Ölheizung: Neubau?

Viele ältere Gebäude verfügen bereits über einen Raum mit Öltank. Der Austausch eines alten Niedertemperaturkessels gegen einen neuen und effizienten Öl-Brennwertkessel liegt daher näher, als das gesamte Heizungssystem auf einen anderen Energieträger umzurüsten. Aber auch für Neubauten kann eine Ölheizung unter Umständen interessant sein.

Durch gute Wärmedämmung sinkt also neben dem Wärmebedarf auch die Größe das Heizöltanks. In manchen Fällen ist kein eigener Raum mehr für den Tank erforderlich. Bei einem 1.000 Liter Tank reicht eine Fläche von einem Quadratmeter aus und der Tank kann neben dem Heizgerät aufgestellt werden.

Zukunft der Ölheizung: Vor- und Nachteile

Im Vergleich zu Niedertemperaturkesseln punktet die moderne Ölheizung heute mit hohem Wirkungsgrad durch den Brennwerteffekt. Die weite Verbreitung und jahrzehntelange Nutzung dieser Heizungsform hat dazu geführt, dass die Technik heute als sehr zuverlässig und ausgereift bezeichnet werden kann.

Die Kombinierbarkeit mit den immer mehr an Bedeutung gewinnenden alternativen Energieformen wie Solarthermie macht die Ölheizung zwar umweltfreundlicher, doch sollte nicht vergessen werden, dass es sich noch immer um einen fossilen Rohstoff handelt. Die Preise für fossile Energieträger sind nicht vorhersehbar und können unerwartet steigen.

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