Samstag, 16. Januar 2021
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Ökologische Dämmstoffe im Check: Das sollten Sie wissen

Öko-Dämmstoffe sind vielseitig einsetzbar und für die Umwelt besser verträglich als die meisten konventionellen Dämmstoffe.
Öko-Dämmstoffe sind vielseitig einsetzbar und für die Umwelt besser verträglich als die meisten konventionellen Dämmstoffe.

Nachhaltigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. So auch in den Bereichen Bauen und Sanieren. Öko-Dämmstoffe sind in verschiedensten Varianten erhältlich. Wir haben uns umgeschaut und die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Die Wärmeleitfähigkeit gibt an, wie viel Wärme durch einen Dämmstoff nach außen dringen kann. Je niedriger also die Wärmeleitfähigkeit ist, desto besser ist die Dämmwirkung. Bei konventionellen Dämmstoffen liegt die Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,020 W/mK und 0,045 W/mK.

Bei Öko-Dämmstoffen hingegen ist die Wärmeleitfähigkeit etwas schlechter und liegt im Bereich von 0,040 W/mK bis 0,055 W/mK. Mit einer Erhöhung der Dicke der Dämmstoffschicht kann das aber ausgeglichen werden.

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Definition „ökologische Dämmstoffe“

Derzeit gibt es noch keine gesetzliche Definition, die klar regelt, welche Punkte zu erfüllen sind, damit ein Dämmstoff als „Öko-Dämmstoff“ gilt. In der Regel ist damit aber ein Dämmmaterial gemeint, dass re- oder upgecycelt oder aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird. Zusätzlich kann man davon ausgehen, dass die Herstellung relativ wenig Energie benötigt und die Umweltbelastung verhältnismäßig gering ist. Öko-Dämmstoffe sind darüber hinaus zumeist auch problemlos zu entsorgen oder lassen sich sogar wiederverenden.

Um einen entsprechenden Brandschutz gewährleisten zu können, müssen manche Materialien mit Flammschutzmitteln behandelt werden. Diese Mittel sind nicht selten schwach wassergefährdend aber notwendig, um als „normal entflammbar“ oder „schwer entflammbar“ eingestuft werden zu können.

Ökologische Dämmstoffe sind vielseitig einsetzbar

Öko-Dämmstoffe sind vielseitig einsetzbar. Sie werden nicht nur bei Neubauten verwendet, sondern auch bei der Sanierung von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden. Dabei können Sie für die Innen-, Außen- sowie für die Dachdämmung eingesetzt werden. Auch die Dämmung der obersten Geschoßdecke wird nicht selten mit Öko-Dämmstoffen realisiert.

Bei einer Dachdämmung kommen beispielsweise Flachs, Seegras oder Hanf als Zwischen- oder Untersparrendämmung zum Einsatz. Für eine Aufsparrendämmung eignet sich unter anderem Kork. Selbst Wärmeverbundsysteme lassen sich mit Naturdämmstoffen umsetzen.

Ökologische Dämmstoffe: Die Vorteile

Allen voran leisten Naturdämmstoffe einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Und das von der Herstellung, über die Anwendung bis hin zur Entsorgung. Es handelt sich schließlich um nachwachsende Rohstoffe und die Pflanzen binden im Wachstum schon CO2.

Neben dem Umweltgedanken bieten Öko-Dämmstoffe aber auch Vorteile für das Raumklima. Sie besitzen nämlich die Fähigkeit viel Feuchtigkeit aufzunehmen und diese auch wieder abzugeben. Das trägt zu einem angenehmen Wohnklima bei und reduziert auch die Wahrscheinlichkeit von Schimmelbildung.

Gibt es eine Zertifizierung?

Bei der Zertifizierung von Öko-Dämmstoffen gibt es mehrere Siegel. Zu den bekanntesten zählen unter anderem der „Blaue Engel“ und „natureplus“. Auf den Seiten der Organisationen können Sie sich über die Richtlinien und Anforderungen an die zertifizierten Produkte informieren.

Kosten für Öko-Dämmstoffe

Auch wenn die Preise für Naturdämmstoffe in letzter Zeit etwas gesunken sind, so liegen sie trotzdem noch etwas über jenen von konventionellen Dämmstoffen. Bei der Planung sollten Sie aber nicht nur den Preis berücksichtigen, sondern auch die bauphysikalischen Eigenschaften der einzelnen Materialen miteinander vergleichen. Tipp: Es lohnt sich auch, sich bei Gemeinde, Land und Bund über mögliche Förderungen zu informieren.

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