fbpx
Dienstag, 29. September 2020
Start Blog

Ökologische Dämmstoffe im Check: Das sollten Sie wissen

Öko-Dämmstoffe sind vielseitig einsetzbar und für die Umwelt besser verträglich als die meisten konventionellen Dämmstoffe.
Öko-Dämmstoffe sind vielseitig einsetzbar und für die Umwelt besser verträglich als die meisten konventionellen Dämmstoffe.

Nachhaltigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. So auch in den Bereichen Bauen und Sanieren. Öko-Dämmstoffe sind in verschiedensten Varianten erhältlich. Wir haben uns umgeschaut und die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Die Wärmeleitfähigkeit gibt an, wie viel Wärme durch einen Dämmstoff nach außen dringen kann. Je niedriger also die Wärmeleitfähigkeit ist, desto besser ist die Dämmwirkung. Bei konventionellen Dämmstoffen liegt die Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,020 W/mK und 0,045 W/mK.

Bei Öko-Dämmstoffen hingegen ist die Wärmeleitfähigkeit etwas schlechter und liegt im Bereich von 0,040 W/mK bis 0,055 W/mK. Mit einer Erhöhung der Dicke der Dämmstoffschicht kann das aber ausgeglichen werden.

Mehr zum Thema ökologische Dämmstoffe:

Perlite als Dämmung: Das kann der Dämmstoff aus Vulkangestein

Korkdämmung: Natürlicher Dämmstoff aus der Rinde der Korkeiche

Dämmung aus Kokosfaser: Interessante Eigenschaften

Definition “ökologische Dämmstoffe”

Derzeit gibt es noch keine gesetzliche Definition, die klar regelt, welche Punkte zu erfüllen sind, damit ein Dämmstoff als „Öko-Dämmstoff“ gilt. In der Regel ist damit aber ein Dämmmaterial gemeint, dass re- oder upgecycelt oder aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird. Zusätzlich kann man davon ausgehen, dass die Herstellung relativ wenig Energie benötigt und die Umweltbelastung verhältnismäßig gering ist. Öko-Dämmstoffe sind darüber hinaus zumeist auch problemlos zu entsorgen oder lassen sich sogar wiederverenden.

Um einen entsprechenden Brandschutz gewährleisten zu können, müssen manche Materialien mit Flammschutzmitteln behandelt werden. Diese Mittel sind nicht selten schwach wassergefährdend aber notwendig, um als „normal entflammbar“ oder „schwer entflammbar“ eingestuft werden zu können.

Ökologische Dämmstoffe sind vielseitig einsetzbar

Öko-Dämmstoffe sind vielseitig einsetzbar. Sie werden nicht nur bei Neubauten verwendet, sondern auch bei der Sanierung von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden. Dabei können Sie für die Innen-, Außen- sowie für die Dachdämmung eingesetzt werden. Auch die Dämmung der obersten Geschoßdecke wird nicht selten mit Öko-Dämmstoffen realisiert.

Bei einer Dachdämmung kommen beispielsweise Flachs, Seegras oder Hanf als Zwischen- oder Untersparrendämmung zum Einsatz. Für eine Aufsparrendämmung eignet sich unter anderem Kork. Selbst Wärmeverbundsysteme lassen sich mit Naturdämmstoffen umsetzen.

Ökologische Dämmstoffe: Die Vorteile

Allen voran leisten Naturdämmstoffe einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Und das von der Herstellung, über die Anwendung bis hin zur Entsorgung. Es handelt sich schließlich um nachwachsende Rohstoffe und die Pflanzen binden im Wachstum schon CO2.

Neben dem Umweltgedanken bieten Öko-Dämmstoffe aber auch Vorteile für das Raumklima. Sie besitzen nämlich die Fähigkeit viel Feuchtigkeit aufzunehmen und diese auch wieder abzugeben. Das trägt zu einem angenehmen Wohnklima bei und reduziert auch die Wahrscheinlichkeit von Schimmelbildung.

Gibt es eine Zertifizierung?

Bei der Zertifizierung von Öko-Dämmstoffen gibt es mehrere Siegel. Zu den bekanntesten zählen unter anderem der „Blaue Engel“ und „natureplus“. Auf den Seiten der Organisationen können Sie sich über die Richtlinien und Anforderungen an die zertifizierten Produkte informieren.

Kosten für Öko-Dämmstoffe

Auch wenn die Preise für Naturdämmstoffe in letzter Zeit etwas gesunken sind, so liegen sie trotzdem noch etwas über jenen von konventionellen Dämmstoffen. Bei der Planung sollten Sie aber nicht nur den Preis berücksichtigen, sondern auch die bauphysikalischen Eigenschaften der einzelnen Materialen miteinander vergleichen. Tipp: Es lohnt sich auch, sich bei Gemeinde, Land und Bund über mögliche Förderungen zu informieren.

Beliebte Artikel

Schon gelesen?

Verzichten Sie im Schlafzimmer auf grelle Farben. Setzen Sie vielmehr auf helle Rosatöne oder Erdfarben.

Einrichtungsideen fürs Schlafzimmer: Ruhe und Erholung garantiert

Jeder Mensch verbringt ungefähr ein Drittel seines Lebens wo? Ja, im Bett! Und zwar beim Schlafen. Umso wichtiger ist es deshalb, das Schlafzimmer auch...
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Sägespäne effizient zu verwerten.

Sägespäne verwerten: Diese Möglichkeiten haben Sie

Jeder, der viel mit Holz arbeitet oder vielleicht sogar sein Brennholz selbst schneidet, kennt es: Beim Arbeitsprozess fallen haufenweise Sägespäne an. Doch gibt es...
Spachteln von Ecken: Eckschutzleisten aus Metall verhindern ein Abbrechen der Spachtelmasse.

Ecken spachteln: Expertentipps für ein tolles Ergebnis

Beim Verspachteln von Fugen im Trockenbau rächen sich Fehler im Nachhinein auf der Wand bitter. Noch kniffliger ist aber das Spachteln von Ecken und...
Leichter und schneller: Der Trockenbau bietet beim Hausbau zahlreiche Vorteile.

Trockenbauplatten: Die gängigen Materialien im Überblick

Im Vergleich zur Verwendung von Wasser beim Hausbau – wie beispielsweise bei Beton oder Mörtel – bietet der Trockenbau mit Trockenbauplatten zahlreiche Vorteile. So...
Ein moderner Spülkasten kann helfen, den Wasserverbrauch der Toilettenspülung erheblich zu reduzieren.

Wasserverbrauch bei der Toilettenspülung: Darauf müssen Sie achten

Hat Ihr WC schon einige Jahre auf dem Buckel, dann stellt ein Austausch inklusive Spülkasten unter Umständen eine sinnvolle Investition dar. Moderne Spülkästen sind...
Von einer alten Elektroinstallation kann eine nicht unerhebliche Gefahr ausgehen.

Elektrik erneuern im Altbau: Wann sollte sie erneuert werden?

Nach wie vor verfügen viele alte Wohnungen und lange nicht sanierte Häuser über nie gewartete Elektroanlagen. Veraltete Elektroinstallationen bergen unter Umständen ernste Gefahren für...