Montag, 19. April 2021
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Neue Gastherme: Wie hoch gestalten sich die Kosten?

Die Kosten einer neuen Gastherme sind für private Eigenheimbesitzer nicht immer leicht abzuschätzen.
Die Kosten einer neuen Gastherme sind für private Eigenheimbesitzer nicht immer leicht abzuschätzen.
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Nach etlichen Jahren der Nutzung kann es notwendig sein, eine neue Gasheizung anzuschaffen. Doch wie hoch sind die Kosten für eine Gastherme tatsächlich? Und worauf ist beim Kauf zu achten?

Damit Sie bereits im Vorhinein mit allen notwendigen Informationen gewappnet sind, bieten wir Ihnen hier einen praktischen Überblick.

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Wie hoch sind die Kosten der Gastherme?

Je nach Hersteller, Leistung und Ausführung liegt die alleinige Therme im Bereich zwischen 1.800 Euro und 4.000 Euro. Damit ist es aber leider noch nicht getan: Es kommen noch die Kosten für die Heizkörper, die Rohre und die Montage durch den Fachbetrieb hinzu. Für eine neue Gastherme muss man deshalb insgesamt mit Kosten von 5.500 und bis 11.500 Euro rechnen. Die Leistung einer solchen Therme liegt bei 14 bis 24 Kilowatt (kW).

Die Kosten sollten jedoch auf die Lebenszeit umgeschlagen werden, um einen Richtwert dafür zu haben, wie hoch die jährlichen Kosten tatsächlich sind. Die Lebensdauer einer Gastherme liegt bei rund 20 Jahren. Beachten sollten Sie, dass in dieser Zeit jedoch auch regelmäßige Wartungen notwendig sind, um eine ordnungsgemäße Funktion zu gewährleisten.

Gastherme austauschen: Worauf vor dem Kauf achten?

Vor dem Kauf sollten sie von einem Fachbetrieb den Heizbedarf des Hauses prüfen lassen. Auch wenn dies unter Umständen schon bei der alten Gastherme gemacht wurde, so können sich die Umstände rund um die Bausubstanz ändern und der Heizbedarf deshalb ein anderer sein, als vor 20 Jahren. Der Fachbetrieb prüft das Abgassystem und konfiguriert anschließend die neue Gastherme.

  • Als erster Punkt ist die erforderliche Heizleistung zu beachten. Diese hängt vor allem von der Bausubstanz ab. Dazu zählen die Dämmung, die Fenster und natürlich das Mauerwerk. Je besser die Dämmung ist, desto geringer ist benötigte Heizleistung der Gastherme. Diese Berechnung übernimmt für Sie aber praktischerweise der Fachbetrieb.
  • Zweitens sollte der Installationsort im Haus für die neue Gastherme beachtet werden. Wenn die neue Gastherme genau so groß ist wie die alte, dann haben sie Glück. Falls nicht, müssen Sie in der Küche oder im Bad nach einem passenden Platz Ausschau halten.
  • Bei einem Umstieg muss in der Regel der Schornstein umgerüstet werden. In vielen Fällen reicht es aber, als einfache Lösung ein Edelstahl- oder Kunststoffrohr durch den vorhandenen Schacht zu ziehen.

Wird eine neue Gastherme gefördert?

In Deutschland liegt die Zuständigkeit für Förderungen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Gefördert werden jedoch nur spezifische Heizungsmodelle:

  • Gas-Hybridheizung: Dabei handelt es sich um eine Gastherme, die mit einer Solar-, Biomasse- oder Wärmepumpenanlage kombiniert ist.
  • „Renewable Ready“-Heizung: Hier handelt es sich um eine Gasbrennwertheizung, die spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme Wärme aus erneuerbaren Energien nutzt.
  • Austausch einer alten Ölheizung: Beim Austausch einer Ölheizung erhalten Sie zusätzlich eine Förderung von 10 Prozent der förderfähigen Kosten.

Österreich fördert mit dem „Raus aus Öl“-Bonus die Umstellung eines fossilen Heizungssystems auf Pellets mit 30 Prozent und maximal 5.000 Euro. Das Land vergibt insgesamt 100 Millionen Euro im Rahmen dieses Projekts. Bis 31.12.2020 ist eine Beantragung der Förderung im Rahmen dieses Projekts noch möglich.

Bei einem Neubau werden generell Heizsysteme mit erneuerbarer Energie gefördert: Also Solar, Biomasse und effiziente Wärmepumpen. Die Förderung für Solarthermien liegt bei rund 30 Prozent, bei Biomasseanlagen und Wärmepumpen können Sie sogar bis zu 35 Prozent Förderung geltend machen.

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