Freitag, 15. Januar 2021
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Kabelverlegung: Mit guter Planung Kabelsalat vermeiden

Das nachträgliche Verlegen von Unterputzleitungen ist eine staubige Angelegenheit.
Das nachträgliche Verlegen von Unterputzleitungen ist eine staubige Angelegenheit.

Niemand hat gerne unschöne Kabel im Haus, die womöglich in einem Wirrwarr herumhängen und dabei auch noch mit freiem Auge zu sehen sind. Doch der zusätzliche Fernseher im Schlafzimmer, das Telefon und die dritte Internetdose im Arbeitsraum wollen schließlich auch am Strom zapfen. Den Kabelsalat kann man mit einer gut geplanten Kabelverlegung verhindern, indem die Kabel versteckt hinter dem Putz verlaufen. So „verstecken“ Sie die Kabel hinter der Wand.

Um die Kabel nachhaltig zu verbergen gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine gängige Variante ist, Plastikrohre durch die Wand oder unter den Fußboden zu ziehen. Das ist leicht gesagt, wenn es um einen Neubau geht. Werden die Leitungen nachträglich gezogen, kommt man nicht daran herum, Leitungskanäle in den Putz zu stemmen.

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Kabelverlegung beim Neubau: Kabelkanäle mitplanen

Bei einem Naubau sind die Leitungskanäle in die Planung miteinbezogen und die Verlegung erfolgt im Unterputz. Sie bieten locker Platz für mehrere Kabel: Strom, Internet, Telefon. Sollen die Kabel nicht im Unterputz liegen, sondern darüber, gibt es mehrere Möglichkeiten, die je nach Optik und Kosten abgewägt werden sollten.

Die gängigsten sind Kanäle aus Kunststoff mit einer abnehmbaren Abdeckung. Nachdem das Kabel eingeführt wurde, wird der Kanal einfach wieder zugemacht. Die Kanäle werden an der Wand befestigt – am besten in einer Ecke, wo sie am wenigsten zu sehen sind. Soll der Kanal auch am Boden verlaufen, schaffen Fußleisten mit einem Kabelkanal Abhilfe.

Sind Leichtbaudecken vorhanden, können die Kabel auch über die Decke gezogen werden. Allerdings gehören abgehängte Decken in einem (selbst gebauten) Eigenheim eher zur Seltenheit.

Im Nachhinein: In den Putz hineinstemmen

Erfolgt die Kabelverlegung im Haus erst im Nachhinein, so müssen Sie zuerst die elektrischen Verteilerdosen im Haus ausfindig machen. Falls Sie sich nicht sicher sind oder kein Leitungssuchgerät zur Hand haben, hilft Ihnen ein professioneller Elektriker gerne weiter.

Die Kanäle für die Leitungen müssen Sie dann in den Putz stemmen. Dabei haben Sie beim Werkzeug freie Wahl: Soll es „wie in alten Zeiten“ zugehen, reicht auch Hammer und Meißel. Ordentlich dreckig werden Sie durch den Staub aber in jedem Fall. Vergessen Sie nicht auf den Mundschutz!

Die Verteilerdosen können Sie beliebig verputzen. Natürlich sind sie dann erfreulicherweise nicht mehr sichtbar, aber unter Umständen auch nicht auffindbar. Notieren sie also in einem Plan oder mit einer Kennzeichnung, wo sich die Verteilerdosen befinden.

Achtung: Nicht jede Leitung eignet sich für eine Verlegung im Unterputz. Handelt es sich um eine dauerhafte Installation sind Kupferleitungen notwendig, da diese keine Brandgefahr bergen.

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