Mittwoch, 25. November 2020
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Holz und Siegel: So kaufen Sie den Naturbaustoff klimabewusst

Wer Holz kaufen möchte, sollte unbedingt auf eine entsprechende Zertifizierung des Rohstoffes achten.
Wer Holz kaufen möchte, sollte unbedingt auf eine entsprechende Zertifizierung des Rohstoffes achten.

Ob für Fenster, Türen oder im Garten – Holz ist ein Baustoff mit Tradition und findet quer durch alle Hausbereiche Verwendung in Neubau oder Sanierung. Oft werden jedoch auch Hölzer angeboten, deren Herkunft und Abholzungsmethoden unbekannt und unter Umständen bedenklich sind. Wer Holz kaufen möchte, sollte deshalb genauer hinschauen.

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In Zeiten klimabewussten Denkens achten deshalb immer mehr Menschen darauf, nur Ware zu kaufen, bei welcher die Herstellungsmethode geprüft und besiegelt ist. Denn illegale Rodungen sind leider immer noch Gang und Gebe, besonders in Südamerika.

Wenn auch Sie beim Holzkauf ein gutes Gewissen haben wollen, haben wir für Sie Tipps zusammengestellt, die Sie beim Aussuchen der Ware anwenden können.

Vielerlei verwendet: Holz für Möbel & Co

Holz wird im Hausbau- und Sanierungsbereich quasi überall verwendet, vorrangig aber natürlich für Möbel. Weil das so ist, werden entsprechend Waldrodungen durchgeführt, um an den Rohstoff zu kommen. Experten zufolge ist die anhaltende Abholzung der Erde für mehr CO2-Emissionen verantwortlich, als alle Autos und Lastwagen zusammen.

Die jährliche Rodung von Wald beläuft sich auf etwa 15 Millionen Hektar. Die einzig gute Nachricht: Es gibt ein Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft.

Holz und Siegel: Nachhaltiges Holz kaufen

Die internationale Organisation Forest Stewardship Council (FSC) ist ein Verein zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft. Deren FSC-Siegel gilt als das weltweit wichtigste Ökosiegel für Holz. Dieses Siegel hilft dem Verbraucher, Möbel, aber auch Papier oder Terassendielen erkennen zu können, die aus nachhaltiger Abholzung stammen.

Die Non-Profit-Organisation hat ihren Sitz in Bonn. Ihre Gründung erfolgte bereits im Jahre 1993. Außer Holz können auch Nebenprodukte des Waldes, wie Harz, Reisig, Beeren oder Pilze zertifiziert werden. Erklärtes Ziel der Organisation ist die Sicherung der nachhaltigen Waldnutzung. Hierzu entwickelte der FSC einen allgemeinen und länderübergreifend einheitlichen Standard.

Nachhaltige Forstwirtschaft

Durch eine Produktkettenzertifizierung des FSC wird der Holzfluss durch die Verarbeitung und den Handel zwischen Wald und Endkunden kontrolliert. Holzprodukte werden mit dem FSC-Logo gekennzeichnet und für den Verbraucher kenntlich gemacht.

Weltweit sind inzwischen rund 166 Million Hektar Waldfläche FSC-zertifiziert – allein in Deutschland sind es etwa 570.000 Hektar. Der FSC wird daher auch von einer Reihe großer Umweltorganisationen unterstützt.

Hinter dem Siegel stecken strenge Auflagen, die die umweltfreundliche, sozial förderliche und ökonomisch tragfähige Bewirtschaftung von Wäldern gewährleisten. Verstöße von Siegelträgern werden von der Organisation intensiv verfolgt. Unter www.fsc-deutschland.de finden Sie eine Datenbank mit den Unternehmen, die FSC-zertifizierte Produkte herstellen oder anbieten.

Holz und Siegel: Weitere Kennzeichen

Neben dem FSC-Zertifikat gibt es noch weitere Siegel, denen Verbraucher beim Holz- und Möbelkauf vertrauen können. Das PEFC-Siegel stammt vom Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) (“Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen”).

Nach eigenen Angaben ist es die weltweit größte unabhängige Organisation zur Sicherstellung und kontinuierlichen Verbesserung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung unter Gewährleistung ökologischer, sozialer und ökonomischer Standards. Es wurde Ende der 90er Jahre als europäisches Zertifizierungssystem eingeführt.

Derzeit sind weltweit 258 Millionen Hektar Wald nach PEFC zertifiziert. In Deutschland sind es mit 7,3 Millionen etwa ein Drittel des heimischen Waldes, in Österreich mit 2,7 Millionen sogar zwei Drittel der gesamten Waldfläche.

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