Samstag, 17. April 2021
Anzeige
Start Blog

Hochwasserschutz beim Haus: So schützen Sie Ihr Eigenheim

Der Alptraum jedes Hausbesitzers: Das Eigenheim unter Wasser.
Der Alptraum jedes Hausbesitzers: Das Eigenheim unter Wasser.
Anzeige

Es ist der Alptraum jedes Hausbesitzers: Hochwasser kann in erschreckend hoher Geschwindigkeit das Eigenheim zerstören und in großen Teilen sanierungsbedürftig werden lassen. Die im Zuge einer Hochwasser-Katastrophe entstehenden Kosten für Sanierung und Wiederaufbau sind oft immens. Ein gut geplanter Hochwasserschutz beim Haus ist deshalb das Gebot der Stunde für jeden Eigenheimbauer.

Hinzu kommt: Bei offensichtlich hochwassergefährdeten Gebieten verweigern Versicherungen oftmals den Abschluss einer entsprechenden Polizze. Selbst bei abgeschlossenem Katastrophenschutz, etwa im Rahmen einer Haushalts- beziehungsweise Eigenheimversicherung, ist der Umfang der gedeckten Schadenssumme oft vergleichsweise gering und beträgt maximal 50.000 Euro. Deshalb sollten Sie bereits privat vorsorgen – auch wenn Sie nicht in oder in der Nähe eines hochwassergefährdeten Gebietes ein Eigenheim besitzen.

Hochwasserschutz beim Haus: Restrisiko?

Ob Baugebiete sicher vor Hochwasser sind, lässt sich nicht immer genau sagen.
Ob Baugebiete sicher vor Hochwasser sind, lässt sich nicht immer genau sagen.

Denn gerade in kleineren Regionen nördlich des Alpenhauptkamms verweisen zunehmend intensivere Niederschlagsmengen auf die Gefahr eines stärkeren Hochwasser-Trends. Welche Gebiete konkret zukünftig von Hochwasser betroffen sein könnten, lässt sich freilich nicht immer mit endgültiger Sicherheit sagen. So oder so gilt: Der Bau eines Hauses auf Grundstücken, von denen man weiß, dass diese einmal in 100 Jahren überflutet werden, ist verboten. Es handelt sich hier jedoch um einen rein statistisch erhobenen Wert, der wenig über die tatsächliche Aufeinanderfolge von Hochwassern aussagt. Wer sein Haus außerhalb dieser Zonen baut, der sollte sich zumindest mit dem Restrisiko auseinandersetzen.

Hier empfiehlt es sich etwa, bereits vor dem Hausbau die Kontaktstellen für die Wasserwirtschaft des jeweiligen Bundeslandes zu kontaktieren und sich über eventuelle Gefahren durch hohes Grundwasser zu informieren. Auch der „Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband“ bietet auf seiner Seite www.oewav.at wertvolle Tipps, Materialien und Hinweise.

Hochwasserschutz beim Hausbau

Der effiziente Schutz vor Hochwasser lässt sich übrigens bereits bei der Planung des Hausbaus einbeziehen. Folgende Maßnahmen sollten Sie insbesondere in einem potentiellen Restrisiko-Gebiet in Betracht ziehen:

  • den hochgezogenen Einbau von Lichtschächten bei flüssigkeitsdichten (!) Kellerfenstern: So wird vermieden, dass das Wasser bereits bei geringer Höhe in Ihr Haus eindringt
  • Eine Erhöhung des (ebenfalls flüssigkeitsdichten) Eingangs- sowie Garagenbereichs
  • Die Verwendung kleinerer, mobiler Dammsysteme
  • Als besonders wichtig kann sich eine sogenannte Rückstauklappe erweisen: Diese hilft beim Rückstau von Abwasser aus dem Kanal ins Kellergeschoß. Dazu kann etwa kommen, wenn der Kanal der jeweiligen Gemeinde überlastet ist. Lassen Sie sich vor dem Einbau fachgerecht beraten und überprüfen Sie nachträglich regelmäßig die Funktionstüchtigkeit der Rückstauklappe!
  • Der Einbau einer Pumpe für Abwässer aus tiefliegenden Bereichen kann ebenso einen wichtige Vorsorgemaßnahme sein

Besondere Vorsicht gilt bei Öltanks sowie Holzpellets. Diese sollten nicht im Keller beziehungsweise hochwassergefährdeten Etagen gelagert sein, da sich beim Kontakt mit großen Wassermengen die Schäden am Haus sowie dem Grundstück immens vergrößern können und so dem Hochwasserschutz in die Quere kommen! Auch wertvolle, insbesondere elektronische Gegenstände, sollten natürlich hochwassersicher aufbewahrt werden.

Anzeige

Beliebte Artikel

Anzeige

Schon gelesen?

Brennholz sollte beim Verfeuern eine Restfeuchtigkeit von 20 Prozent aufweisen. Dafür ist eine optimale Lagerung erforderlich.

Brennholz lagern: Diese Bayern zeigen wie es richtig geht

Heizen mit Holz erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Kachelofenbesitzer schätzen beispielsweise die angenehme Strahlungswärme, andere wiederum den Blick ins Feuer ihres Holzofens...
Wer in unseren Breiten Lärchenholz kaufen möchte, erhält meistens Holz der europäischen oder sibirischen Lärche.

Lärchenholz kaufen: Was es kostet und was Sie bedenken sollten

Das Holz der Lärche gehört zu den beliebtesten Holzarten im deutschsprachigen, mitteleuropäischen Raum – ganz besonders im Außenbereich. Aber auch im Hausinneren macht das...
Die Gipskartonplatte eignet sich ideal zum Ausbau von Wänden und Decken im Innenbereich.

Rigipsdecke: Mit dieser Platte gelingt die makellose Oberfläche

Rigipsplatten sind der ideale Baustoff für den Ausbau von Wänden und Decken im Innenbereich. In den letzten Jahren hat sich im Bereich der Trockenbauplatten...
Beim Ausbau des Dachgeschosses gibt es viele gestalterische Möglichkeiten.

Ideen für das Dachgeschoss: Praktische Tipps & Tricks

Wohnen mit Dachschrägen kann eine echte Herausforderung sein. Der Platz soll optimal ausgenutzt werden: Doch gleichzeitig soll der Raum hell und geräumig sein. Die...
Auch Schüttungen können beim Fußbodenaufbau dabei helfen, den Boden auf eine notwendige Höhe zu bringen.

Fußbodenaufbau: Diese Basics sollten Sie darüber unbedingt wissen

Beim Hausbau sollten die Arbeit am Fußboden und der Fußbodenaufbau nicht vernachlässigt werden: Denn ebenso wie andere Elemente des Hauses erfüllt dieser wichtige Funktionen,...
Selber schleppen oder die Profis kommen lassen? Das fragen sich viele, die mit einem Umzug konfrontiert sind.

Umzug mit einer Spedition: Diese Dinge müssen Sie beachten

Den Umzug einer Spedition zu überlassen ist für die viele die angenehmste Lösung, wenn es um den Transport von Möbeln und persönlichen Gütern in...