Sonntag, 18. April 2021
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Die Dampfsperre: Wesentlicher Bestandteil der Wärmedämmung

Da sollten nur echte Profis ran: Die Installation einer Dampfsperre bzw. Dampfbremse
Da sollten nur echte Profis ran: Die Installation einer Dampfsperre bzw. Dampfbremse
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Den Begriff Dampfsperre haben die meisten schon einmal irgendwo gehört. Meist in Zusammenhang mit Baumängeln oder anderen Problemen. Leider kommt es immer wieder zu bösen Überraschungen, wenn beim Anbringen der Dampfsperre nicht sorgfältig gearbeitet wird.

Die Aufgabe einer Dampfsperre ist relativ einfach erklärt: Sie soll die darunter liegende Dämmung vor der entweichenden Feuchtigkeit in der Raumluft schützen. Kommt es bei der Verarbeitung zu Fehlern und ist die Dampfsperre dadurch nicht dicht, kann dies weitreichende Folgen haben.

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Schutz vor Feuchtigkeit

Ein Teil der Wärme geht trotz Dämmung durch die Außenwände verloren. Auf ihrem Weg nach draußen kühlt die Luft ab und es kann zu Kondensationsbildung kommen. Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung können die Folge sein. Um die Dämmung und die Baukonstruktion davor zu schützen, wird eine Dampfbremse oder Dampfsperre angebracht. Sie liegt grundsätzlich immer dem Innenraum zugewandt. Hinweis: Nicht alle Dämmstoffe benötigen aber eine Dampfbremse. Bei Mineraldämmplatten beispielsweise können Sie darauf verzichten.

Bei der Dampfsperre selbst handelt es sich um eine diffusionshemmende oder diffusionsdichte Folie. Damit das System auch zuverlässig funktioniert und den entsprechenden Schutz bietet, ist Dichtheit das oberste Gebot. Daher ist es ratsam, nur Profis mit dieser Aufgabe zu betrauen, denn bereits kleine Fehler können kostspielige Folgen für die Bauherren haben.

Dampfsperre überprüfen

Mit dem sogenannten Blower-Door-Test kann die Dampfsperre auf mögliche Lecks überprüft werden. Er ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, um festzustellen, ob die Verlegung der Dampfsperre korrekt durchgeführt wurde oder ob sich Fehler eingeschlichen haben.

Der Blower-Door-Test ist eine Differenzdruckmessung und zeigt, wie luftdicht ein Gebäude ist. Idealerweise wird der Test vor dem Innenausbau durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt können mögliche Fehler noch einfacher behoben werden. Beauftragen Sie aber nur Fachmänner mit der Durchführung des Blower-Door-Tests.

So läuft ein Blower-Door-Test ab

Die Eingangstür zum Objekt wird mit einer Folie abgedichtet. Ein Ventilator hat die Aufgabe, die Luft durch eine Öffnung in der Folie aus dem Haus zu befördern. So entsteht im Gebäude selbst ein Unterdruck. Nun beginnt die Messung: Bei konstantem Druck wird ermittelt, wie schnell wieder Luft in das Gebäude dringt. Anhand des Messergebnisses der Luftwechselrate lässt sich beurteilen, ob nach Lecks zu suchen ist.

Danach erfolgt der Test in umgekehrter Richtung: Der Ventilator bläst nun Luft in das Gebäude, wodurch es zu einem Überdruck kommt. Auch hier ermittelt der Fachmann wieder die Luftwechselrate.

Sind die Messwerte nicht zufriedenstellend, geht es an die Suche von Lecks. Um diese einfacher ausfindig zu machen, werden häufig Wärmebildkameras und Rauch eingesetzt. Experten wissen aber, dass die Fehler sich oft im Bereich von Rohrleitungen, Fensterbänken und Steckdosen befinden.

Dampfbremse oder Dampfsperre?

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird nicht zwischen Dampfbremse und Dampfsperre unterschieden. Tatsächlich handelt es sich aber um zwei unterschiedliche Materialien, die sich im Wesentlichen durch den sd-Wert unterschieden. Dieser gibt an, welchen Widerstand das jeweilige Material der Wasserverdunstung leistet.

Aber auch eine absolut dichte Dampfsperre kann bei Ausführungsmängeln zu einem ernsten Problem werden: Wird beispielsweise das Dämmmaterial in feuchtem Zustand eingebaut, kann die enthaltene Feuchtigkeit durch die Dampfsperre nicht entweichen. Probleme sind so vorprogrammiert.

Deshalb werden heute meist Dampfbremsen verbaut. Da es sich dabei um einen besonders sensiblen Bereich handelt, der bei Verarbeitungsfehlern massive Schäden verursachen kann, ist es ratsam nur Fachmänner mit der Anbringung einer Dampfsperre bzw. Dampfbremse zu betrauen. So kann sich der Bauherr viel Ärger und letztlich auch Kosten ersparen.

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