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Mittwoch, 23. September 2020
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Baubiologie: Deshalb ist sie so wichtig für die Wohngesundheit

Die Baubiologie beschäftigt sich mit dem Wohn- und Arbeitsumfeld. Dabei werden die Experten bei der Problemsuche genauso eingesetzt wie bei der Baustoffauswahl und in zahlreichen anderen Bereichen.
Die Baubiologie beschäftigt sich mit dem Wohn- und Arbeitsumfeld. Dabei werden die Experten bei der Problemsuche genauso eingesetzt wie bei der Baustoffauswahl und in zahlreichen anderen Bereichen.

In der Baubiologie geht es um die Schaffung eines optimalen Wohn- und Arbeitsumfeldes für Menschen, das weitgehend schadstofffrei und umweltfreundlich sein soll. Die Baubiologie fokussiert deshalb sehr stark auf die notwendigen Bedingungen für ein solches Umfeld, die ihre Wurzeln in Physik, Chemie und Mikrobiologie haben.

Manchmal wird die Baubiologie auch fälschlicherweise mit einem Wünschelrutengang vergleichen. Doch nichts könnte in der heutigen Zeit ferner von der Wahrheit sein. Baubiologen arbeiten mit hochmodernen technischen Messgeräten und liefern damit die notwendigen Daten für eine umfangreiche Analyse zu Haus und Grundstück.

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Baubiologie: Was genau macht ein Baubiologe?

Baubiologen beschäftigen sich allgemein betrachtet mit dem Wohn- und Arbeitsumfeld von Menschen. Das Tätigkeitsfeld ist dabei vielfältig und erstreckt sich von der Beratung zu gesundem Schlafen und Wohnen, dem Bau und der Sanierung von Häusern und Wohnungen, über die gezielte Analyse belastender Raumfaktoren, bis hin zur Verbreitung baubiologischen Wissens durch Vorträge und Seminare.

Baubiologen im engeren Sinne, so genannte baubiologische Messtechniker, führen Untersuchungen zu nachweislich schädlichen Faktoren und Schadstoffen im häuslichen Bereich durch. Dazu gehören Schimmelpilze, elektrische und magnetische Wechselfelder und elektromagnetischen Wellen im Rahmen der elektromagnetischen Umweltverträglichkeit oder Lärm.

Ein weiteres Ziel der Baubiologie ist auch die Schonung natürlicher Ressourcen und die Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur.

Wann benötigt man einen Baubiologen?

Ein Baubiologe wird in der Regel dann um Hilfe gebeten, wenn es bei Bewohnern eines Hauses oder einer Wohnung zu gesundheitlichen Schwierigkeiten kam und die Ursachenforschung ansteht.

Er wird jedoch auch bei Neubauten eingesetzt, und zwar sowohl bei der Planung des Gebäudes, als auch bei der Untersuchung des Grundstücks. Baubiologen haben fundierte Kenntnisse über Baustoffe und können die Auswahl der Bauweise, der Belüftung und sogar der Belichtung fachmännisch bewerten. So stehen diese Faktoren einer optimalen Wohngesundheit nicht im Weg.

Sogar für die Bewertung bestehender Gebäude, die am Markt zum Kauf angeboten werden, setzt man gerne auf Baubiologen.

Wo einen Baubiologen finden?

Achtung: Im Bereich der Baubiologie ist die Wahrscheinlichkeit auf Scharlatanerei hineinzufallen nicht unerheblich. Weil die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, bezeichnen sich auch Wünschelrutengänger und Pendler manchmal als Baubiologen. Wenn Sie sicher gehen wollen, dann suchen sie den Kontakt über eine offizielle Stelle für Baubiologie. In Deutschland ist dies das Institut für Baubiologie (IBN) und in Österreich das Baubiologische Institut Österreich (BBI).

Wählen Sie einen privaten Anbieter, dann achten Sie jedenfalls auf die Ausbildung des Fachpersonals. Seriöse Anbieter arbeiten mit wissenschaftlich anerkannten und reproduzierbaren Messmethoden und weisen ihre Sachkenntnis immer durch kontinuierliche Weiterbildung nach.

Häufig werden baubiologische Dienstleistungen auch als Zusatzqualifikation von Architekten, Bauingenieuren oder Elektrotechnikern angeboten. In diesen Fachbereichen ist Baubiologie oft in der Ausbildung integriert.

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